Eugebau
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Erft-Quartier

Inklusion, Ökologie und Mobilität gehörten zum Konzept: Im Erft-Quartier in Euskirchen hält die EUGEBAU bereits einen Bestand von rund 100 Wohnungen mit insgesamt zehn Häusern. Das Quartier wurde in 2017 mittels eines neuen Bebauungsplanes neu geordnet. Es entstanden zehn weitere Baugrundstücke für Mehrfamilienhäuser. Hiervon wurden bereits drei Grundstücke mit insgesamt 66 Wohnungen bebaut. Öffentlich geförderter Wohnungsbau, Inklusion, Ökologie und Mobilität finden in diesem Quartier Umsetzung.

Öffentlich geförderter Wohnungsbau: Die Mehrzahl der Wohnungen wird mit öffentlichen Mitteln gebaut. Die NRW.Bank stellt geeignete Finanzierungen bereit. Hierzu gehört auch die Förderung zum Bau eines Quartiers-Gemeinschaftsraumes.

Inklusion: Auch werden in diesem Quartier Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung passenden Wohnraum finden. Menschen mit Down-Syndrom, Autismus oder ähnlichen Handicaps sollen hier betreut werden aber selbstständig leben können.

Ökologie: Das Erftquartier liegt an der Erft, einem Nebenfluss des Rheins. Die Erft soll angrenzend an die Bebauung im Jahr 2019 renaturiert werden. Das Quartier wird durch diese Maßnahme ökologisch aufgewertet. Alle Gebäude werden mittels Geo- und Solarthermie mit Wärme versorgt und als KfW-Effizienzhäuser 40 errichtet. Nistkästen für die heimischen Singvögel, sowie für Mauersegler wurden bereits in die Fassaden integriert. 

eCarSharing: Echte Pionierarbeit ist bei dieser Quartiersentwicklung jedoch die Umsetzung eines eCarSharing-Modells der e-regio GmbH & Co. KG. Den Bewohnern des Quartiers wird ein elektrisch angetriebenes Quartiersauto inklusive der nötigen Ladeinfrastruktur zur Verfügung gestellt. Bewohner des Quartiers können bereits jetzt das Fahrzeug nutzen: https://carsharing.e-regio.de/buchen/. Als Anbieter von nachhaltigen, klimafreundlichen Mobilitätslösungen in der Region ist e-regio dafür ein wichtiger Partner.

Schlachthof: Der Euskirchener Schlachthof wurde von der EUGEBAU Ende 2017 erworben und stillgelegt. Dieses 115 Jahre alte und zum Teil denkmalgeschützte Gebäude soll in die Quartiersentwicklung integriert werden. Mit der unteren Denkmalbehörde und dem Planungsamt der Stadt Euskirchen wurden entsprechende Gespräche angestoßen. Die Ideen eines studentischen Wettbewerbs der TH Köln unter Leitung von Prof. Norbert Schöndeling gaben Hoffnung für eine neue und nachhaltige Nutzung des Gebäudes. Der beste Entwurf für eine neue Nutzung kam von Götz Hinüber. Im Rahmen dieses Wettbewerbs wurden weiterhin ausgezeichnet: Martin Thomas und Mark Zweibäumer.

Weiterentwicklung: Die Euskirchener Baugesellschaft wird noch im Jahr 2019 mit dem Bau eines 8-Familienhauses im Erftquartier beginnen. Dieses Gebäude wird auf dem Grundstück In den Herrenbenden 28 errichtet. Auch hier setzt die EUGEBAU für den Wärme-und Energiebedarf auf Geo- und Solarthermie. Eine Photovoltaikanlage soll den Mietern den hauseigen produzierten Strom zur Verfügung stellen. In dieses Haus soll mittels eines seperaten Hauseinganges der Gemeinschaftsraum für die Bewohner des Erftquartiers integriert werden.

Modernisierung: Am 28. Juni 2018 beschloß die Nordrhein-Westpfälische "Allianz für mehr Wohnungsbau" bei ihrer Kuratoriumssitzung den Projektaufruf: "Besser Wohnen-Zuhause im Quartier". Die energetische Modernisierung des Hauses Erftbleiche 1-3 wird Teil dieses Projektes des Landes. Mit den Modernisierungsarbeiten wird voraussichtlich im Januar 2020 begonnen.