Eugebau
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Erft-Quartier 1

Inklusion, Ökologie und Mobilität gehörten zum Konzept: Im Erft-Quartier in Euskirchen hielt die EUGEBAU bis zum Jahr 2017 einen Bestand von 90 Wohnungen mit insgesamt acht Häusern. 2017 wurde das Quartier durch einen Bebauungsplan neu geordnet. Es entstanden neun weitere Baugrundstücke für Mehrfamilienhäuser. Hiervon wurden im Jahr 2018 bereits drei Grundstücke mit insgesamt 66 Wohnungen bebaut. Ein weiteres Haus (HER28) befindet sich derzeit im Bau und soll im April nächsten Jahres fertiggestellt werden.

Öffentlich geförderter Wohnungsbau: Die Mehrzahl der Wohnungen wird mit öffentlichen Mitteln gebaut. Die NRW.Bank stellt geeignete Finanzierungen bereit. Hierzu gehört auch die Förderung eines Gemeinschaftsraumes im Haus Erftbleiche 5.

Inklusion: Auch werden in diesem Quartier Menschen mit einer Behinderung passenden Wohnraum finden. Menschen mit körperlichen oder geistigen Handicaps sollen hier betreut werden, aber selbstständig leben können.

Ökologie: Das Erftquartier liegt an der Erft, einem Nebenfluss des Rheins. Die Erft soll angrenzend an die Bebauung im Jahr 2020 renaturiert werden. Das Quartier wird durch diese Maßnahme ökologisch aufgewertet. Alle Gebäude werden mittels Geo- und Solarthermie mit Wärme versorgt und als KfW-Effizienzhäuser 40 errichtet. Nistkästen für heimische Singvögel sowie für Mauersegler wurden bereits in die Fassaden integriert. 

eCarSharing: Echte Pionierarbeit ist bei dieser Quartiersentwicklung jedoch die Umsetzung eines eCarSharing-Modells der e-regio GmbH & Co. KG. Den Bewohnern des Quartiers wird ein elektrisch angetriebenes Quartiersauto inklusive der nötigen Ladeinfrastruktur zur Verfügung gestellt. Bewohner des Quartiers können bereits jetzt das Fahrzeug nutzen: https://carsharing.e-regio.de/buchen/. Als Anbieter von nachhaltigen, klimafreundlichen Mobilitätslösungen in der Region ist e-regio dafür ein wichtiger Partner.

Schlachthof: Der Euskirchener Schlachthof wurde von der EUGEBAU Ende 2017 erworben und stillgelegt. Dieses 117 Jahre alte und zum Teil denkmalgeschützte Gebäude soll in die Quartiersentwicklung integriert werden. Mit der unteren Denkmalbehörde und dem Planungsamt der Stadt Euskirchen wurden entsprechende Gespräche angestoßen. Die Ideen eines studentischen Wettbewerbs der TH Köln unter Leitung von Prof. Norbert Schöndeling gaben Hoffnung für eine neue und nachhaltige Nutzung des Gebäudes. Der beste Entwurf für eine neue Nutzung kam von Götz Hinüber. Im Rahmen dieses Wettbewerbs wurden weiterhin ausgezeichnet: Martin Thomas und Mark Zweibäumer.

Weiterentwicklung: Die Euskirchener Baugesellschaft mbH wird noch im Jahr 2020 mit dem Bau eines 8-Familienhauses im Erftquartier beginnen. Dieses Gebäude wird auf dem Grundstück In den Herrenbenden 28 errichtet. Auch hier setzt die EUGEBAU für den Wärme-und Energiebedarf auf Geo- und Solarthermie. Eine Photovoltaikanlage soll den Mietern den hauseigen produzierten Strom zur Verfügung stellen. Das Erftquartier soll durch einen Bebauungsplan rund um den Alten Schlachthof weiterentwickelt werden.  

Modernisierung: Am 28. Juni 2018 beschloss das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW mit dem Landesprojekt "Allianz für mehr Wohnungsbau" den Aufruf: "Besser Wohnen - Zuhause im Quartier". Die energetische Modernisierung des Hauses Erftbleiche 1-3 wird Teil dieses Projektes des Landes. Mit diesem Projekt wird die EUGEBAU entsprechende Fördermittel erhalten. Mit den Modernisierungsarbeiten wird voraussichtlich im Juni 2020 begonnen.